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Wig Wamania – Deadfall [de]

8 / 10 - Die verrückten Norweger von WIG WAM bringen ihr neues Album "Wig Wamania" nun endlich auch in deutsche Plattenläden! Die Single-Auskopplung "Gonna get you Someday" hat dem alten Rock'n'Roll Fan ja schon das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Also schnell rein mit der neuen Scheibe.

Als erstest erwartet den Hörer das Titelstück; wobei, was heisst hier "Titelstück"!? Ganz unklassisch ist "Wig Wamania" nur ein Intro. Richtig los geht es erst mit "Rock my Ride": Nach einem kurzem, introähnlichem Aufbau der Instrumente (erst Drumsolo, dann steigt der Bass ein, danach Gitarre) ertönt ein "Schrei" und man findet sich sofort wieder im klassischstem "Good ol' fuckin' Rock'n'Roll"! Das ganze groovt sofort los und man findet sich sogleich Luftgitarre spielen! Besonders beim Gitarrensolo kann man sich dabei gehen lassen.
Mit "Slave to your Love" folgt ein ruhiges Liebeslied. Die Instrumente bleiben in den Strophen meist im Hintergrund und man überlässt dem Sänger die Führung mit melodischen Weisen. Ein toller Rock-Kuschelsong, ohne wirklich in einer Ballade auszuarten! Als nächstes erwartet uns das durch die Single bereits bekannte "Gonna get you Someday". Auch mit Liebesliedtexten ausgestattet geht es in die Richtung von "Slave to your Love", aber bleibt durchweg etwas härter und die Instrumente haben mehr Freiräume. Weiter mit ruhigen Klängen geht es auch bei "Bygone Zone". Noch ruhiger als die beiden Lieder zuvor kann man hier nun doch von einer wirklichen Ballade sprechen. Aber es wird so langsam Zeit, dass es wieder ein wenig Action gibt und "Daredevil Heat" hat wieder mehr Power im Gepäck. Nach einem "Telefonintro" wacht man aus der ruhigen Phase wieder auf. Hier haben wir ein schönes Lied, das man beim Cruisen mit dem Auto oder Motorrad geniessen kann; "back on the road"!
"Kill my Rock'n'Roll" hat dann eine ähnliche Aussage wie das legendäre "You can't stop Rock'n'Roll" von Twisted Sisters. An dieser Stelle sollte man hier mal einen kleinen Vergleich zwischen beiden Bands anstellen: Beide Bands schminken sich sehr "merkwürdig" und tragen verrückte Klamotten. Auch musikalisch nehmen sich die Bands nicht viel. Wo "Wig Wam" seine Insperation her nimmt, ist als eindeutig. Allerdings klingen sie nicht nach einem billigem Abklatsch, sondern machen ihr eigenes Ding; und das verdammt gut!

Doch genug der Vergleiche, widmen wir uns wieder der Musik. Als nächstes steht zudem mit "The Riddle" ein herraus ragendes Lied bevor! High-Speed Gitarrenläufe schmettern uns entgegen. Teilweise erinnert das ganze sogar ein wenig an Speedmetal! Ganz ohne Gesang wird hier ein mysteriöser Sound erzeugt, den man nach den vorigen Liedern vielleicht gar nicht erwartet hätte. Trotzdem ein geniales Lied, in dem TEENY, der Gitarrist, mal voll auspacken kann!
Nach diesem High-Speed wird es wieder ganz ruhig. "At the End of the Day" soll wohl auch so die Feierarbendstimmung einfangen. Man hat den ganzen Tag gearbeitet und sitzt nun erschöpft auf der Couch und geniesst ein kühles Bierchen. Alternativ kann man auch den Text interpretieren und über eine verlorene Liebe trauern.
Dass WIG WAM hauptsächlich über (verlorene) Liebe singt und spielt, sollte schon aufgefallen sein. Somit verwundert es einen nicht, wenn es bei "A R'n'R Girl like you" wieder um die holde Weiblichkeit geht. Hier bleibt man allerdings komplett rockig und lässt im Prinzip keine "Kuschelstimmung" aufkommen. Ein klassisches Rocklied mal wieder!
Lange genug haben die Jungs über Liebe und Frauen philosophiert; kommen wir mit "Can't get her (out of my Bed)" endlich mal zum "Kern der Sache"! Humoristisch singen die Mannen über die schönste Nebensache der Welt. Muss ja eine Höllennacht für sie gewesen sein!
Zum Abschluss des Albums schickt man den Hörer mit "Guten Abend, Gute Nacht, mit Rosen bedacht..." ins Bettchen! Natürlich nicht so einfach. Mit "Breaking all the Rules" wird es nochmal ganz hart und - der Text verrät es auch schon - man betritt den musikalischen Boden des ebenso klassischem Heavy Metals! Werft die Luftgitarre zur Seite, es ist ein wenig Headbanging angesagt!

Jeder der auf klassischen Rock'n'Roll steht, sollte ganz schnell in die Plattenläden gehen und sich diese Scheibe zulegen. Hier fühlt man sich wieder in die gute Rock-Jugend zurück versetzt! Teilweise könnte man zwar, in meinen Augen, ein wenig härter sein, aber trotzdem wird sich der Silberling in der nächsten Zeit öfters in meinem CD-Spieler befinden! Vor allem, da es mit nur knapp 43 min doch ein relativ kurzes Vergnügen ist! 8/10 Punkte! Anspieltips: Slave to your Love, The Riddle

Reviewed by: Geisterkarle - Deadfall
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