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Wig Wamania – Metal Factory [ch]

8.7 / 10 - Dass Wig Wam am letztjährigen "European Song Contest" teilgenommen haben und dabei den respektablen neunten Platz erreichten, müssen sich die Norweger wahrscheinlich noch oft anhören. Fakt ist aber, dass die illustre Truppe ihren Bekanntheitsgrad dadurch ganz erheblich steigern konnte. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass durch Wig Wam der Weg, der heuer zum Sieg von Lordi führte, geebnet wurde. Selbstverständlich hat die Band aber auch musikalisch einiges zu bieten. Bereits mit ihrem ersten Longplayer "Hard to be a Rock'n'Roller" bewiesen die Jungs, nebst ausgeprägten musikalischen Fähigkeiten, auch viel Sinn für Humor. Auf dem vorliegenden zweiten Streich "Wig wamania" haben sie ihre Tugenden beibehalten. Das Album ist aber ausgereifter und vielseitiger ausgefallen, als der Vorgänger. Nach wie vor sind ein paar Hymnen, Marke Stadionrocker vorhanden. Vor allem die erste Singleauskopplung "Gonna get you someday" und "Kill my Rock'n'Roll" sind durch eingängige Refrains partout nicht mehr aus den Gehirnwindungen raus zu kriegen. Zweitgenannter Song weist durchaus Parallelen zu Lordi's "Hardrock hallelujah" auf, kopiert dabei aber ausschliesslich den grossen Wiedererkennungswert. Daneben beinhaltet die Scheibe auch einige ruhigere Tracks, nämlich Balladen mit Tiefgang, wie "Slave to your love" oder "At the end of the day". Aber auch das restliche Songmaterial weist ein hohes Potenzial auf und unterstreicht die kompositorischen Fähigkeiten der Band, die ihr definitiv einen fixen Platz in der Rock-Szene sichern sollten. So sorgen Wig Wam mit ihrem klassischen Hardrock mit Glam Schlagseite, sleazy Touch und Melodic-Anleihen durch's Band für pure Unterhaltung. Eine Party ohne "Wig wamania" ist diesen Sommer wohl kaum vorstellbar.

Chris C. - Metal Factory
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