Postbahnhof, Berlin, Germany - The Lone Reviewer [de]
Um die fünfhundert Leute hatten sich in der kleinen Halle des Postbahnhofs zusammengefunden, um die neueste Platte von Gotthard live zu erleben. Immerhin war es schon über zwei Jahre her, dass die fünf Eidgenossen mit 'human zoo' tourten. Bevor aber Steve Lee und seine Mannen die Bühne betraten, war das norwegische Quartett Wig Wam als Opener gebucht. Beim Plakat am Eingang konnte man einen ersten Blick auf die Jungs werfen, von denen ich vorher noch nichts gehört hatte und auch nicht wusste, dass es heute eine Vorband geben sollte. (Laut dem Geburtstagssongüberraschungsflyer vertraten sie ihr Heimatland Norwegen beim diesjährigen Eurovision Song Contest.)
Kurz nach acht feuerte "Glam" seine Konfettikanone ab und die Show ging los. Das war aber schon der zweite Schock. Den ersten gab es aufgrund ihrer Kostüme; so zumindest deutete ich die ungläubigen Gesichter der Umstehenden. Durch "the Ark" war ich ja schon ein gebranntes Kind, aber was sich hier den mitgewachsenen Gotthard-Fans als Anblick darbot, war nicht jedermanns/-fraus Sache. Wenn aktuelle Musik aus Skandinavien, dann Glamrock mit den entsprechend schrillen Outfits. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich gleichzeitig an die "Village People" und die Wrestlingcharaktere der frühen 90er Jahre erinnert wurde. Indianer, Cowboy und Soldat. Alle waren sie da.
Nach ein paar Minuten konnte man sich endlich auch auf die Musik konzentrieren. Die war gut, überraschend gut sogar. Eingängige Grooves, die richtige Portion Gitarrenriffs und Hooklines reichten aus, um alle Leute in ihren Bann zu ziehen. Tolles Mic-Work ergänzte den Auftritt, an dem gar nichts auszusetzen war und von dem sich manch andere, schon lange etablierte, Künstler noch gern ne Scheibe abschneiden dürfen. Insgesamt zelebrierten sie 10 Songs, war für den Supporting Act ja relativ viel ist; vor allem wenn es Newcomer sind. Aber Wig Wam machten ihre Sache mehr als gut und spielten ihr gerade in Deutschland erschienenes Debütalbum hard to be a rock'n roller fast komplett. Vor allem die rockige Version von Mel C.'s I turn to you und eine multilinguale Version von Dschinghis Khans Dschinghis Khan konnten das Publikum begeistern. Die eigenen Stücke waren auch toll, vor allem das Instrumental erection, hard to be a rock'n roller und mine all mine.
Es steckt viel Potential in dieser Kombo, die mit etwas Glück und konstanter Arbeit auf diesem Niveau durchaus zum Headliner aufsteigen kann. (Die Look-Alike Mädchenfangruppe, die nach deren Auftritt ihren erkämpften Platz ganz vorne aufgab, wird bestimmt der gleichen Meinung sein. *g*) Sehr vielversprechend und ein wirklich gelungener Anheizer. Dass man die Bühne zu "God gave rock'n roll to you" verlassen hat passte schon ganz gut ... Nach diesen 45 Minuten wurde die Bühne umgebaut und ich freute mich auf den zweiten Abschnitt, wobei der Supporting Act meine Erwartungen schon mehr als übertroffen hatte.
Verfasst von Lars - The Lone Reviewer
Kurz nach acht feuerte "Glam" seine Konfettikanone ab und die Show ging los. Das war aber schon der zweite Schock. Den ersten gab es aufgrund ihrer Kostüme; so zumindest deutete ich die ungläubigen Gesichter der Umstehenden. Durch "the Ark" war ich ja schon ein gebranntes Kind, aber was sich hier den mitgewachsenen Gotthard-Fans als Anblick darbot, war nicht jedermanns/-fraus Sache. Wenn aktuelle Musik aus Skandinavien, dann Glamrock mit den entsprechend schrillen Outfits. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich gleichzeitig an die "Village People" und die Wrestlingcharaktere der frühen 90er Jahre erinnert wurde. Indianer, Cowboy und Soldat. Alle waren sie da.
Nach ein paar Minuten konnte man sich endlich auch auf die Musik konzentrieren. Die war gut, überraschend gut sogar. Eingängige Grooves, die richtige Portion Gitarrenriffs und Hooklines reichten aus, um alle Leute in ihren Bann zu ziehen. Tolles Mic-Work ergänzte den Auftritt, an dem gar nichts auszusetzen war und von dem sich manch andere, schon lange etablierte, Künstler noch gern ne Scheibe abschneiden dürfen. Insgesamt zelebrierten sie 10 Songs, war für den Supporting Act ja relativ viel ist; vor allem wenn es Newcomer sind. Aber Wig Wam machten ihre Sache mehr als gut und spielten ihr gerade in Deutschland erschienenes Debütalbum hard to be a rock'n roller fast komplett. Vor allem die rockige Version von Mel C.'s I turn to you und eine multilinguale Version von Dschinghis Khans Dschinghis Khan konnten das Publikum begeistern. Die eigenen Stücke waren auch toll, vor allem das Instrumental erection, hard to be a rock'n roller und mine all mine.
Es steckt viel Potential in dieser Kombo, die mit etwas Glück und konstanter Arbeit auf diesem Niveau durchaus zum Headliner aufsteigen kann. (Die Look-Alike Mädchenfangruppe, die nach deren Auftritt ihren erkämpften Platz ganz vorne aufgab, wird bestimmt der gleichen Meinung sein. *g*) Sehr vielversprechend und ein wirklich gelungener Anheizer. Dass man die Bühne zu "God gave rock'n roll to you" verlassen hat passte schon ganz gut ... Nach diesen 45 Minuten wurde die Bühne umgebaut und ich freute mich auf den zweiten Abschnitt, wobei der Supporting Act meine Erwartungen schon mehr als übertroffen hatte.
Verfasst von Lars - The Lone Reviewer







