Hard To Be A Rock'n Roller – Musicheadquarter [de]
7 / 9 - Zur Zeit komme ich von Skandinavien nicht los. Neuestes angesteuertes Ziel: Norwegen. Spätestens seit dem Grand Prix in Kiev sollte Wig Wam ein Begriff sein. Die skandinavischen Bands sind ja bekannt für ihren andersartigen Musikstil und Extravaganz. An letzterem fehlt es Wig Wam in keinster Weise, auch wenn sie die Musik nicht neu erfinden, so lassen sie doch die große alte Hard Rock Ära aufleben. Ein äußeres Erscheinungsbild wie KISS und gitarrenlastige Musik der 80er a la Bon Jovi, Alice Cooper, KISS oder Poison, die von der ersten Minute an mitreißt.
„COME ON“ schreit sogleich der erste Song los. Der Grand Prix Hit In my dreams, ein absolutes Sahnestück mit sattem, mehrstimmigen Refrain, kreischenden Gitarren und extrem hohem Spaßfaktor. Da bleibt kein Bein still und die Freude hält weiterhin an bei Hard to be a Rock´n Roller, nach dem auch das Album benannt wurde. Das Ganze erinnert ein wenig an Mötley Crüe, die derzeit ihr Comeback feiern. Hoffen wir, dass diese Bands den guten Geschmack zurück bringen.
Die Gitarren sowie die Höhe, in die Frontmann Glam´s Stimme stellenweise bei Bless the night steigt, erinnern stark an "Touchin you" von the Darkness. Es rockt von A bis Z. Auch ein Coversong darf hier nicht fehlen und schon bei den ersten Tönen kommt es mir bekannt vor. Der Disco-All-Time-Favourit I turn to you von Ex Sporty Spice. Hier endlich mal einigermaßen hörbar verarbeitet, doch meiner Meinung nach hätte der Song noch etwas mehr verfremdet werden und mehr Abwechslung in die Stimme gepackt werden können. Wem das nun alles zu aufregend ist, der bekommt genau im richtigen Moment eine kleine Atempause mit der ersten Hard Rock Ballade des Albums. Out of time mit dramatischem Beginn und einem Bohemian Rhapsody Inhalt. Mit Glocken, Geigen und Hintergrundchor beim Höhepunkt des Songs, wunderschön!
Doch genug der Pause, Rock is Mine all mine! Geeigneter Mitsing-Refrain und typische Gitarren. Auch wenn dem Lied noch der gewisse Kick fehlt, ist es ein gelungenes Rock-Stück.
Nach einem fast vierminütigen instrumentalen Stück erreichen wir die zweite Ballade Tell me where to go. Ruhig und geradlinig mit schönen Vocals fließt das Lied dahin. Schön entspannend und wieder mit Einsatz der Geigen. Ein seichtes Fade Out zum Ende. Doch aufgepasst! No more living on lies knallt danach ganz schön los. Oft kassierte ich mit diesem Lied im Discman in der U-Bahn komische Blicke, wenn ich plötzlich begeistert mitwippte, mit dem Kopf nickte oder gar laut mitsummte. Aber es geht einfach nicht anders, der Spaß den Wig Wam bei ihrer Musik offensichtlich haben, überträgt sich unverweigerlich auf den empfänglichen Hörer und man bekommt das Gefühl seine Freude teilen zu müssen! Erneutes Gitarrensolo auf Platz Nr. 10… nur etwas für Gitarrensolofans!
Car-Lyle und The best song in the world liefern weiterhin Hard Rock in hoher Qualität mit allem was das Herz begehrt. A long way to go ist ein schönes Unplugged-Lied, das Abwechslung in das Album bringt. Klingt wie im Wilden Westen.
Und noch mal ein schönes Lied zum mitsingen. Crazy things for crazy things. Beim Höhepunkt riecht man fast den Rauch der Pyroeffekte im menschenvollen Stadion.Zum Ausklang gibt es mit Dschinghis Khan noch einen Bonustrack. Doch die Norweger sollten besser bei ihren eigenen Songs bleiben, die sind um Längen besser als die gecoverten.
Diese Scheibe ist der Hammer, Hard Rock ist zurück! Auch wenn die Texte oftmals nicht allzu anspruchsvoll sind, reißt ein Stück nach dem anderen mit und es ist eine Freude das Album anzuhören. Es wird Zeit, dass Wig Wam nach Deutschland kommen. Wenn sie live so gut rocken wie bei dem Bonus Video von Bless the night, dann ist ihnen eine Backstage Party wie bei dem Hard to be a Rock´n Roller Video garantiert!
Review by Melanie Schupp, Musicheadquarter
www.musicheadquarter.de
„COME ON“ schreit sogleich der erste Song los. Der Grand Prix Hit In my dreams, ein absolutes Sahnestück mit sattem, mehrstimmigen Refrain, kreischenden Gitarren und extrem hohem Spaßfaktor. Da bleibt kein Bein still und die Freude hält weiterhin an bei Hard to be a Rock´n Roller, nach dem auch das Album benannt wurde. Das Ganze erinnert ein wenig an Mötley Crüe, die derzeit ihr Comeback feiern. Hoffen wir, dass diese Bands den guten Geschmack zurück bringen.
Die Gitarren sowie die Höhe, in die Frontmann Glam´s Stimme stellenweise bei Bless the night steigt, erinnern stark an "Touchin you" von the Darkness. Es rockt von A bis Z. Auch ein Coversong darf hier nicht fehlen und schon bei den ersten Tönen kommt es mir bekannt vor. Der Disco-All-Time-Favourit I turn to you von Ex Sporty Spice. Hier endlich mal einigermaßen hörbar verarbeitet, doch meiner Meinung nach hätte der Song noch etwas mehr verfremdet werden und mehr Abwechslung in die Stimme gepackt werden können. Wem das nun alles zu aufregend ist, der bekommt genau im richtigen Moment eine kleine Atempause mit der ersten Hard Rock Ballade des Albums. Out of time mit dramatischem Beginn und einem Bohemian Rhapsody Inhalt. Mit Glocken, Geigen und Hintergrundchor beim Höhepunkt des Songs, wunderschön!
Doch genug der Pause, Rock is Mine all mine! Geeigneter Mitsing-Refrain und typische Gitarren. Auch wenn dem Lied noch der gewisse Kick fehlt, ist es ein gelungenes Rock-Stück.
Nach einem fast vierminütigen instrumentalen Stück erreichen wir die zweite Ballade Tell me where to go. Ruhig und geradlinig mit schönen Vocals fließt das Lied dahin. Schön entspannend und wieder mit Einsatz der Geigen. Ein seichtes Fade Out zum Ende. Doch aufgepasst! No more living on lies knallt danach ganz schön los. Oft kassierte ich mit diesem Lied im Discman in der U-Bahn komische Blicke, wenn ich plötzlich begeistert mitwippte, mit dem Kopf nickte oder gar laut mitsummte. Aber es geht einfach nicht anders, der Spaß den Wig Wam bei ihrer Musik offensichtlich haben, überträgt sich unverweigerlich auf den empfänglichen Hörer und man bekommt das Gefühl seine Freude teilen zu müssen! Erneutes Gitarrensolo auf Platz Nr. 10… nur etwas für Gitarrensolofans!
Car-Lyle und The best song in the world liefern weiterhin Hard Rock in hoher Qualität mit allem was das Herz begehrt. A long way to go ist ein schönes Unplugged-Lied, das Abwechslung in das Album bringt. Klingt wie im Wilden Westen.
Und noch mal ein schönes Lied zum mitsingen. Crazy things for crazy things. Beim Höhepunkt riecht man fast den Rauch der Pyroeffekte im menschenvollen Stadion.Zum Ausklang gibt es mit Dschinghis Khan noch einen Bonustrack. Doch die Norweger sollten besser bei ihren eigenen Songs bleiben, die sind um Längen besser als die gecoverten.
Diese Scheibe ist der Hammer, Hard Rock ist zurück! Auch wenn die Texte oftmals nicht allzu anspruchsvoll sind, reißt ein Stück nach dem anderen mit und es ist eine Freude das Album anzuhören. Es wird Zeit, dass Wig Wam nach Deutschland kommen. Wenn sie live so gut rocken wie bei dem Bonus Video von Bless the night, dann ist ihnen eine Backstage Party wie bei dem Hard to be a Rock´n Roller Video garantiert!
Review by Melanie Schupp, Musicheadquarter
www.musicheadquarter.de







