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Non Stop Rock’n’Roll – Metal Factory [ch]

WIG WAM - Non Stop Rock'n'Roll

8,5 / 10
Fünf Jahre ist er schon her, der einschlagende Auftritt von Wig Wam am Eurovision Song Contest. Einschlagend für die Hard Rock-, speziell die Glam Rock-Szene. Man könnte durchaus sagen, dieser Auftritt war unter anderem (zugegebenermaßen unter vielem anderem) mit der Auslöser für das neue Aufleben dieser unserer Lieblingsmusik, vor allem im skandinavischen Raum. Nach "667... The Neighbour Of The Beast" (2004) und "WigWamania" (2006) bringen die Norweger ihr drittes Werk unters Volk. Auch wenn es von der Hitqualität der Songs lange nicht an seinen Vorgänger rankommt, bietet "Non Stop Rock'n'Roll" doch alles, was man sich von dem durchgeknallten Quartett erwartet. Wenn auch teilweise immer noch ein bisschen überzogen (Kinderchor in "Chasing Rainbows"), sind WigWam gegenüber früher hörbar gereift. Das Hauptelement ist immer noch 80er-lastiger Sleaze Rock mit allem, was dazugehört, jedoch sind die Songs ausgefeilter, klingen eine Spur (eine ganz kleine) bodenständiger. Trotzdem, WigWam sind extrem partytauglich, leichtfüßig, machen Spaß und wer jetzt immer noch regungslos auf seinem Barhocker sitzt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Langeweile sucht man auf "Non Stop Rock'n'Roll" vergeblich, die 12 Songs sind abwechslungsreich und eingängig. Die Tatsache, dass die Riffs und Grooves straight und einfach sind und die mehrstimmigen Melodien gleich mal im Ohr bleiben, trägt natürlich extrem zum Mitsingfaktor bei. Den Opener "Do You Wanna Taste It" als erste Single auszukoppeln war wohl die richtige Entscheidung, denn der rockt definitiv am meisten. Allerdings stehen ihm der Titeltrack, "Wild One" (meine Nummer Eins), "Rocket Through My Heart" oder "C'mon Everybody" um nichts nach, genauso könnte man "Still I'm Burning", "All You Wanted" oder "Got To Get It On" auf Dauerwiederholung stellen. Natürlich dürfen bei einer Band, die sich der wunderbaren Klischees der 80er-Glam-Szene so ausgeprägt bedienen, auch ein bis zwei herzerweichende Balladen nicht fehlen. Diese wären in dem Fall "From Here" und "Man In The Moon". Wobei erstere nun wirklich kein Meisterwerk darstellt, letztere jedoch durchaus gelungen ist. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass WigWam auch mit "Non Stop Rock'n'Roll" immer noch besser wirken als jedes Antidepressivum. Pflichtkauf!

Review by Joey Roxx, Metal Factory (February 2010)
www.metalfactory.ch
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