norwegian english japanese

Wig Wamania – Metalius [de]

6.5 / 10 - Die hässlichste Band im harten Sektor ist zurück! Die Vorarbeiter von Lordi beim Eurovision Song Contest wollen nach dem überraschend erfolgreichen Debütalbum „667... The Neighbour Of The Beast” (2004) eine Schippe nachlegen. Nach dem neunten Platz in Kiew verkaufte sich im letzten Jahr erst das mit neuem Namen („Hard To Be A Rock`n Roller“) wieder veröffentlichte Debütalbum sehr gut und nun soll mit „Wig Wamania“ der Rubel weiter rollen. So die einfache Rechnung. Nur geht sie für die Band aus der Provinz Østfold musikalisch leider nicht auf. Das Quartett kann an die Klasse des Debüts nämlich nicht anknüpfen. „Wig Wamania“ klingt genau so, wie eine Band nun mal klingt, wenn sie mit Gewalt ihre einmal erfolgreiche Linie beibehalten will und die Erfolg versprechenden Trademarks noch mehr in den Vordergrund gerückt wurden. Sei es nun von Labelmanagern oder der Band selbst. So gibt es auf „Wig Wamania“ Breitwand-Mitsing-Parts am laufenden Band, auf dass auch der letzte Arsch mitgröhlen kann. Vergleichbar mit dem guten Debüt ist die ohnehin schon leichte Kost noch viel leichter geworden. So leicht wie ein feuchter Furz. Die Gitarren sind weiter in den Hintergrund gewichen und auch nur ansatzweise ausgeklügelte Melodien sind völlig verschwunden. Die ganze Konzentration galt diesmal anscheinend nur der schnellen Verträglichkeit und damit der Massentauglichkeit. Anders ist so viel Leichtkostware nicht zu erklären. „Rock My Ride“ „Slave To Your Love“, „Gonna Get You Someday“, „Kill My Rock`n`Roll“ sind noch die besseren Nummern, halten sich aber auch nur bis zum nächsten Gang aufs Klo und haben mehr von The Darkness als von Alice Cooper, Kiss, Twisted Sister oder Mötley Crue. Dabei beweisen die Norweger mit dem Instrumental „The Riddle“, dass sie es auch metallischer und mit mehr Durchschlagskraft können. Okay, „Breaking All The Rules“ geht auch noch als nette Metal-Nummer durch und tönt sogar ein wenig nach Manowar. Manowar auf Glam Rock-Gitarren sozusagen. Nö, ihr Norweger. So nicht! Das nächste Mal einfach mal den möglichen großen kommerziellen Erfolg links liegen lassen und nicht alles übers Knie brechen wollen. Dann klappt es auch wieder mit dem Schreiben vernünftiger Glam Rock-Songs.

Tobias Kuske - Metalius
<< Tilbake