Wig Wamania – My Revelations [de]
Oh yeah, WIG WAM! Da steht Partyrock auf der Speisekarte. Wenn man "Wig Wamania" in den CD-Schacht wirft, erinnert man sich zwangsläufig an seine Jugend, als man 1987 mit toupierten Haaren, Bootstraps und viel Kettchen um Hals und Handgelenkte durch die Stadt flanierte und eine gute Zeit hatte. Wurde die Band 2005, als sie beim Eurovision Songcontest auftrat, noch mitleidig belächelt, zeigen die Herren sich 2006 auf dem neuen Output erwachsener, obwohl der Spaßfaktor nach wie vor enorm hoch. Nicht nur das Outfit der Band spricht da für sich sondern auch ihre witzigen und durchaus intelligenten Texte ("The nurse from hell is going down on me") sorgen nicht selten für ein nettes Schmunzeln. Und das Wichtigste, die Songs sind von vorne bis hinten Ohrwürmer, die sofort ins Ohr eindringen und sich dort einnisten. Natürlich erinnern viele Parts und Riffs an WHITESNAKE und Konsorten, aber von einem reinem Plagiat kann man bei WIG WAM nicht sprechen, da die einzelnen Songs von ihrer speziellen Stimmung leben. WIG WAM zeigen nicht nur bei straighten Rockern, wie "Rock My Ride", "Kill My Rock'n'Roll" oder "Daredevil Heart" was sie auf dem Kasten haben. Auch die getrageneren Nummern wissen zu überzeugen und so stechen vor allem "Slave To Your Love" und "Bygone Zone" durch wunderschöne Vocallines hervor. Das Instrumental "The Riddle" ist zwar ganz nett und zeigt, was die Musiker auf dem Kasten haben, ist jedoch nicht der Hammer und hätte durchaus fehlen dürfen. Wie auch immer, "Wig Wamania" ist ein Glamrock-Hitalbum, das jeder Genre-Fan haben muss. Wäre das Teil vor 20 Jahren erschienen, hätte man den Madison Square Garden gefüllt.
Autor: John Schmitz - My Revelations
Autor: John Schmitz - My Revelations







